Meine wichtigste These zum Thema "gesunde Haut"
Eigentlich keine These mehr, denn ich habe lange Zeit in diesem Bereich praktische Erfahrungen gesammelt. Dabei gilt grundsätzlich „je natürlicher, desto besser“ und „weniger ist mehr“
Heute leben wir in einer Zeit des Überflusses und des Überflüssigen. Rückblickend waren Menschen zu früheren Zeiten mehr mit der Natur und dem Ursprünglichen in Kontakt. Das Leben war einfacher, unkomplizierter, weniger hektisch und mehr auf das „Sein“ ausgerichtet. Die Arbeitsphasen und Ruhephasen ergaben sich aus dem Lauf der Natur. Über die Jahre hin hat sich das Leben verkompliziert. Schneller, höher, weiter, wichtiger und dadurch weniger Zeit für die wirklich wesentlichen Dinge. Mehr Schein als Sein.
Statt sich ein gutes Mahl selbst zuzubereiten sind viele Menschen dazu übergegangen, sich Fertiggerichte zu besorgen, sie ernähren sich häufig von Fast-Food oder schlimmstenfalls Junkfood. Gleichermaßen schritt auch die Medikalisierung voran. Früher behalfen sich Menschen bei Erkrankungen mit Hausmitteln, heute besteht die Tendenz, sich bei jedem Husterchen in die Notaufnahme der Krankenhäuser zu begeben. Nahrungsergänzungsmittel werden wie Bonbons geschluckt, um das schlechte Gewissen bezüglich der Ernährung auszugleichen, Marktschreierei im Gesundheitswesen ist zur Normalität geworden.
Gleichermaßen hat sich die Hautpflege verkompliziert. Von einer einfachen Hygiene und Pflege haben wir uns in einen riesigen Markt an Produkten bewegt, der vielversprechend ist, vor allem monetär.
Anti-Aging ist das Schlagwort, jeder will alt werden, jedoch nicht alt aussehen.
Dabei wäre das Leben doch viel schöner, könnten wir einfach nur sein, wer wir sind. Die Haut hat in gesundem Zustand keine großen Ansprüche. Sie versorgt sich prinzipiell selbst. Nehmen wir ihr etwas weg, beispielsweise bei der Reinigung, können wir das mit einer einfachen Creme oder mit Feuchtigkeit und etwas Öl ausgleichen. Alles andere ist Luxus und prinzipiell nicht notwendig. Am besten gibt man der Haut auch die Stoffe zurück, mit denen sie den Umgang gewohnt ist und die sich natürlicherweise auch dort befinden. Das sind beispielsweise Stoffe wie Triglyceride, Cholesterol und Cholesterinester, Ceramide, Hyaluronsäure. Enthalten sind diese in natürlichen Ölen und Fetten, egal ob pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Am besten greift man – vor allem, wenn man sich nicht auskennt - unkomplizierter Weise zu zertifizierter Naturkosmetik. Hier bürgen bestimmte Verbände mit der Kontrolle der Produkte auf bestimmte Inhaltsstoffe mit ihren Gütesiegeln für die Einhaltung bestimmter Richtlinien.
Welche Hautfarbe ist gesund?
Die Hautfarbe hängt normalerweise von unterschiedlichen Faktoren ab. Diese sind beispielsweise der Phototyp, die Ernährung, die Bewegung, die Durchblutung und die Menge und Lage der Melanozyten. Das sind spezielle Zellen in der Keimschicht der Epidermis, die das Hautpigment Melanin bilden, wenn sie der Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, jedoch auch, wenn sie durch Entzündungen getriggert werden. Melanin dient dabei dem Schutz der Eiweiße in der Haut, im speziellen Sinne vor allem dem Schutz der DNA.
Dann gibt es jedoch noch Einflüsse, die krankheitsbedingt die Hautfarbe verändern können. Das gilt für einige Erkrankungen (z.B. Herz-oder Nierenerkrankungen), jedoch auch für Bestandteile, die wir mit unserer Ernährung aufnehmen. Nehmen wir beispielsweise Stoffe auf, die der Körper nicht verstoffwechseln kann, kommen diese auch in der Haut zum Vorschein. Die Haut als größtes Organ des Körpers hat viele Funktionen. Unter anderem fungiert sie als Ausscheidungsorgan. Aufgenommene Stoffe, die der Körper nicht verarbeiten kann, zeigen sich eventuell auch als Farbunterschiede in der Haut. So können Rötungen, Flecken oder ein gelblicher Grundton in der Haut ein Hinweis auf „Schadstoffe“ sein, die der Mensch in sich aufgenommen hat. Den Begriff „Schadstoffe“ benutze ich im Hinblick auf Bestandteile, die in den Körper aufgenommen werden und für die wir keinen abbauenden Stoffwechselwege zur Verfügung haben.
Somit ist der Grundton einer gesunden Haut nur durch normale Einflüsse bedingt, die krankhaften Einflüsse können dann den Grundton verändern. Vor allem insbesondere modifizierte Cellulosen verändern die Hautfarbe ins gelblich-rötliche oder in Richtung „Pigmentstörungen“.
Unter welchen Umständen entzündet sich die Haut?
Die Haut entzündet sich, wenn sie in ihren Funktionen beeinträchtigt oder belastet ist. Sehr gut kann man das bei einer Akne beobachten, wenn eine Hyperkeratose (Überverhornung) der Haut die normale Ausscheidung des Hauttalgs aus den Talgdrüsen verhindert und somit das Gleichgewicht gestört wird. Der Hauttalg, der ursprünglich die Aufgabe der Hautpflege erfüllen sollte wird nun zum Problem. Er verbleibt in den Talgdrüsen, zerfällt bakteriell und führt in der Haut zu kleineren oder größeren Entzündungen. Ein anderer Fall ist, wenn die Haut über den Weg der Entzündung in den Körper eingebrachte Fremdstoffe abscheiden möchte. Auch Allergien bringen die Haut beispielsweise dazu, sich zu entzünden.
Übermäßig viel Sonnenstrahlung kann die Haut genauso zur Entzündung bringen wie beispielsweise eine Barrierestörung der Haut, wie sie bei der Neurodermitis gegeben ist. In anderen Fällen können Entzündungen durch mechanische Einflüsse oder hautschädigende Arbeitsbedingungen entstehen, beispielsweise bei ständigem Kontakt mit Wasser, Desinfektionsmitteln, etc.
Wie geht man bei einer Handdermatitis vor?
Eine Handdermatitis würde ich zuerst in ihrer Entstehungsgeschichte hinterfragen.
Innere Einflüsse als Teil der Entstehung wären beispielsweise Medikamente, Injektionen, Allergien, psychische Einflüsse und Stress.
Äußere Einflüsse wären beispielsweise Kontakte mit Wasser, chemischen Substanzen, mechanische Belastungen, Allergien.
Dementsprechend wäre der Umgang mit der Dermatitis folgendermaßen:
Barrierefunktion durch individuell ausgewählte Produkte aufbauen, Entgiftung einleiten, Stress als Triggerfaktor und hautschädigende Einflüsse reduzieren. Das Ziel ist auf unterschiedlichen Wegen erreichbar. Letztendlich wäre es erreicht, wenn die Haut wieder in der Lage ist, sich größtenteils selbst zu regenerieren.